11.10.2005 | Nachrichten>International
Erdbeben in Südasien
In Südasien ereignete sich letztes Wochenende ein schweres Erdbeben, bei dem zehntausende Menschen ums Leben kamen und mehrere Tausend verletzt wurden

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,6 in Teilen Pakistans und Indiens hat am Samstagmorgen weite Gebiete in beiden Ländern verwüstet. Besonders betroffen war die von Indien und Pakistan geteilte Kaschmir-Region. Allein dort befürchtet man, dass die Zahl der Todesopfer 41 000 erreicht. Bei dem schwersten Erdbeben in der Region seit 100 Jahren wurden zahlreiche Dörfer sowie kleine Städte völlig zerstört. Zehntausende wurden verletzt und Millionen obdachlos. Das Erbeben war sogar noch in Afghanistan und in Ban gladesch zu spüren.

Viele Regionen im Katastrophengebiet sind von der Außenwelt abgeschnitten und für Helfer nur schwer erreichbar, weil zahlreiche Strassen verschüttet wurden. Zudem wurden die Bergungsarbeiten von Nachbeben erschwert, die zum Teil eine Stärke von 6,3 erreichten. Ein Sprecher des Militärs sagte: „Dies ist die größte Katastrophe in der Geschichte Pakistans.“

Mehrere Länder und internationale Hilfsaktionen haben Pakistan und Indien bereits Hilfen zugesprochen. Während die Weltbank einen Kredit von 20 Millionen Dollar ankündigte, sprach die EU eine Soforthilfe von 3,6 Millionen Euro zu.

Vor allem aber werden Hubschrauber gebraucht, die die nötigen Lebensmittel, Medikamente, Decken und Zelte transportieren sollen. Flugzeuge können in den Gebirgen im Katastrophengebiet nicht landen.

Genau vor 100 Jahren ereignete sich in derselben Region ein ähnlich schweres Erdbeben. Damals kamen rund 20 000 Menschen ums Leben. (hv)

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