26.10.2005 Nachrichten>Deutschland
Neues Konzept zur Integration von Ausländern
Berliner
Senat will die Integration von Zuwanderern und Ausländern stärker
fördern als bisher
Der Berliner Senat hat beschlossen, mit einem neuen Integrationskonzept unter
dem Titel „Vielfalt fördern - Zusammenhalt stärken“, die
Integration von Ausländern und Zuwanderern stärker zu fördern
als bisher.
In Berlin leben 600 000 Zuwanderer. 451 000 davon sind Ausländer.
Unter den Ausländern bilden Türken (119 000) die größte
ausländische Gruppe. Den Türken folgen Zuwanderer aus dem ehemaligen
Jugoslawien (51 000) und aus dem Polen (36 000).
Das oberste Ziel des Konzepts sei es, den Einwanderern eine gleichberechtigte
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an Entscheidungsprozessen zu ermöglichen,
sagte die Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linkspartei PDS). Viele Zuwanderer
seien von dem Wegbruch industrieller Arbeitsplätze in Berlin sehr stark betroffen.
Daher müssten vor allem Arbeitsplätze für Einwanderer geschaffen werden.
Die Integration würde nicht funktionieren, solange nicht auch niedrigqualifizierten
Arbeitern eine Perspektive geboten werde, betonte die Sozialsenatorin.
Darüber hinaus seien auch Bildung und Sprachkompetenz sehr wichtig, sagte Knake-Werner
und wies auf die frühkindlichen Sprachförderungen und auf die Deutschkurse für
Mütter. Außerdem werde der Islam als gleichberechtigte Religion anerkannt.
Die Integration sei sowohl Aufgabe der Zuwanderer als auch der gesamten Gesellschaft,
sagte die Sozialsenatorin. (hv)