10.10.2005 | Nachrichten>International
Britische Regierung entschärft Anti-Terror-Gesetze
Nach Protesten von Menschenrechtlern
und muslimischen Gruppen hat die britische Regierung die neuen Anti-Terror-Gesetze
abgeschwächt
Die britische
Regierung hat ihr neues Anti-Terror-Gesetz entschärft. Demnach soll die
Verherrlichung von terroristischen Anschlägen nicht automatisch strafbar
sein. Es müsse zuerst bewiesen werden, dass jemand, der Terrorismus verherrliche,
auch zu weiteren Gewalttaten anstachelt.
Nach der Bekanntgabe der geplanten Anti-Terror-Gesetze hatte
es Proteste von Menschenrechtlern und muslimischen Gruppen gegeben. Britische
Muslime sagten, der von Premierminister Tony Blair vorgelegte Zwölf-Punkte-Plan
zur Verschärfung der Anti-Terror-Gesetze berge die Gefahr einer „Verteufelung“
des islamischen Glaubens.
Die ebenfalls umstrittene Bestimmung, Verdächtige ohne Anklage 90 Tage
lang festzuhalten, werde jedoch nicht geändert, gab das Innenministerium
bekannt. (hv)