26.10.2005 | Nachrichten>International
UN-Sicherheitsrat stimmt der Aufnahme von Status-Gesprächen
für Kosovo zu

Belgrad will keine Unabhängigkeit für Kosovo

Der UN-Sicherheitsrat hat in New York der Aufnahme von internationalen Verhandlungen über den zukünftigen Status des Kosovo zugestimmt. Die Entscheidung zwischen den Mitgliedsstaaten war einstimmig.

Das Ziel der Verhandlungen müsse die Schaffung eines multi-ethnischen und demokratischen Kosovos sein, das zur Stabilität in der Region beitrage, hieß es in einer Erklärung der UNO. Die Vereinten Nationen machten die Aufnahme von Status-Gesprächen von mehreren Bedingungen abhängig, wie zum Beispiel der Schutz der Minderheiten und das Funktionieren von demokratischen Institutionen.

Der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica, der ebenfalls an der UN-Versammlung teilnahm, begrüßte die Entscheidung des Sicherheitsrats und sagte, dass nur bei Anerkennung der „territorialen Unversehrtheit und der Souveränität aller Staaten“ es eine Lösung für den künftigen Status des Kosovos geben könne.

Belgrad möchte Kosovo eine weitgehende Autonomie ermöglichen, jedoch soll das Kosovo weiterhin dem Staate Serbien und Montenegro angegliedert bleiben, forderte Kostunica.

Voraussichtlich werden die Verhandlungen über den Status des Kosovos im November beginnen. Kosovo ist eine serbische Provinz, die zu 90 Prozent aus muslimischen Albanern besteht.

Bei serbischen Militäreinsätzen zwischen 1998 und 1999 wurden dort zehntausende Muslime getötet. Im Jahre 1999 stoppte die Nato die serbischen Militäreinsätze. Seit dem steht Kosovo unter UN-Verwaltung und strebt nach Unabhängigkeit. (hv)

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