02.10.2006 Nachrichten>International
Irak-Krieg fördert den Terrorismus
Nach Einschätzung der US-Geheimdienste fördert der Irak-Krieg den Terrorismus

Laut einem Bericht der „New York Times“ hat der Irak-Krieg nach Einschätzung der US-Geheimdienste den Internationalen Terrorismus gestärkt. Der Irak-Krieg habe zur Radikalisierung vieler Gruppen geführt, wodurch auch die Gefahr der Terroranschläge gestiegen sei. Die New York Times beruft sich dabei auf einen Geheimdienstbericht, der die Entwicklung der globalen Terrorgefahr seit Beginn des Irak-Kriegs im Jahr 2003 bewertet. Darin heiße es, die El-Kaida sei „als einzelne Terrororganisation nach wie vor die größte Bedrohung für die USA im Inland und ihre Interessen im Ausland“. Außerdem werde vor einer wachsenden globalen „Dschihad-Bewegung“ und vor einer Zunahme weltweiter Anschläge gewarnt.

Der Berliner Terrorismus-Experte Berndt Georg Thamm bezeichnete den Irak-Krieg als „Multiplikator für Terroristen“. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ sagte er, der Irak-Krieg habe dazu geführt, „dass es heute viel mehr Freiwillige für Krieg und Terror gibt, und zwar nicht nur im Nahen Osten“. (hv)


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