03.10.2006 Nachrichten>International
Fluggast als Terrorist diskriminiert, weil er wie ein Muslim aussah
Ein Fluggast der Air-Berlin wurde von anderen
Passagieren als Terrorist diskriminiert, weil er wie ein Muslim aussah
Der 35-jährige spanische Juraprofessor Pablo Gutiérrez Vega sorgte bei einem Flug der Air-Berlin von Sevilla nach Dortmund im August für Aufregung bei den deutschen Passagieren, nur weil er schwarze Haare hatte und einen Vollbart trug. Gutiérrez sagte, dass bei einem Zwischenstopp in Palma de Mallorca drei Fluggäste sein Handgepäck durchsuchen wollten. Zudem hätten sie ihn aufgefordert, auszusteigen. „Ich fühlte mich gedemütigt“, sagte er.
Daraufhin musste er mit den Piloten aufs Rollfeld, wo ihm erklärt wurde, dass die Fluggäste ihn für einen „Muslim“ hielten. Schließlich habe er sein Handgepäck abgegeben, um keine weiteren Schwierigkeiten zu verursachen.
Die Fluggesellschaft Air-Berlin hat sich für den Vorfall entschuldigt und erklärte, der Pilot hätte die Passagiere des Flugzeugs verweisen müssen. Gutiérrez, der sich als Opfer von Rassismus fühle, kündigte rechtliche Schritte gegen die Fluglinie an. „Die Kultur der Angst hat eine gefährliche Grenze erreicht. Ich entscheide immer noch selber, wann ich meinen Bart schneide“, sagte er. (hv)