News-Archiv
Oktober 2006

27.10.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Achtung der Menschenrechte ist auch die Achtung unserer Rechte

Verehrte Muslime!

Bevor wir mit unserer Hutba beginnen, möchten wir euch nochmals zum Ramadanfest gratulieren und euch an das Fasten im Monat Schawwal erinnern. Außerdem möchten wir euch zur Teilnahme an unserer Opferkampagne aufrufen, die eine sehr wichtige, soziale und wohltätige Sache ist. Möge Allah teala unser Helfer sein.

Der Islam schaffte für das Individuum viele Menschenrechte, die er gleichzeitig schützt.

27.10.2006 Nachrichten>International
Israel experimentiert in Gaza mit neuartigen Waffen
Die Waffen führen besonders ernste physische Verletzungen herbei

Einem Bericht des Fernsehsenders RAInews24 zufolge führt die israelische Armee in Gaza Waffentests aus. Die letzten Opfer in Gaza weisen sehr schwere Verletzungen vor. Die inneren Organe sind völlig zerstört und es wurde auf ihnen eine Staubschicht festgestellt. Die englische Zeitung “The Guardian” bekräftigte die Durchführung von Waffentests, da man bei Palästinensern ungewöhnliche Verletzungen beobachte und in Krankenhäuser geschmolzene Körper gebrachte würden.

26.10.2006 Nachrichten>Deutschland
Migrantenkinder werden in der Schule zu wenig gefordert
Sozialforscher: „Die Einteilung in leistungsstarke und leistungsschwache Schüler und Schultypen hemmt die Entwicklung leistungsschwächerer Schüler“

Eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zeigt, dass der Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund nicht nur von Sprachkenntnissen abhängt, sondern auch vom Vertrauen der Lehrer in ihre Fähigkeiten. Das ergaben Forschungen in den USA. Von Kindern mit Migrationshintergrund werde weniger erwartet. Je niedriger die Messlatte liege, desto wahrscheinlicher sei es, dass die Schüler tatsächlich schlechtere Ergebnisse erzielen. Auch negative Stereotype können laut der Studie dazu führen, dass der Anspruch der Schüler an die eigene Leistung sinkt.

25.10.2006 Nachrichten>Deutschland
Grüne fordern Islamkonferenz in NRW
Modellversuche mit islamischem Religionsunterricht greifen zu kurz, kritisierte die Grünen-Abgeordnete Monika Düker am Freitag im Düsseldorfer Landtag

Die NRW-Grünen fordern, eine Islam-Konferenz in NRW einzuberufen. Der von der Landesregierung beschrittene Weg weiterer Modellversuche mit islamischem Religionsunterricht greife zu kurz, kritisierte die Grünen-Abgeordnete Monika Düker am Freitag im Düsseldorfer Landtag. "Wir sind über die Versuchsphasen hinaus", unterstrich Düker. Der Schwung, den die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) einberufene Islamkonferenz Ende September ausgelöst habe, müsse nun in den Ländern genutzt werden. In einem ersten Schritt müssten sich die vier großen muslimischen Dachorganisationen bereit erklären, gemeinsam mit möglichst vielen islamischen Verbänden eine organisatorische Religionsgemeinschaft zu etablieren. Nach jahrelangen Streitigkeiten gebe es seit einiger Zeit positive Signale, dass dies innerhalb des nächsten Jahres gelingen könne, meinte Düker.

25.10.2006 Nachrichten>International
Britische Regierung erstellt Karte mit „radikalislamischen Brennpunkten“
Dozenten und Mitarbeiter an Universitäten sollen ein wachsames Auge auf „asiatisch aussehende“ und muslimische Studenten haben

Wie die Zeitung „Daily Mirror“ berichtet, will die britische Regierung eine Karte mit den wichtigsten „radikalislamischen Brennpunkten“ erstellen. Dazu sollen Polizei und Gemeinderäte Informationen über Universitäten, Schulen und Moscheen liefern. Die Pläne dazu werde die Ministerin für Lokalverwaltung, Ruth Kelly, bei einem Treffen mit den Polizeichefs und Gemeindevorstehern in London bekanntmachen, hieß es.

 

25.10.2006 Nachrichten>International
Muslimische Religionsführer wollen Dialog mit Vatikan
38 muslimische Religionsführer aus aller Welt haben einen Brief an den Vatikan geschrieben und suchen darin das Gespräch zwischen der christlichen und islamischen Welt

38 muslimische Religionsführer unter anderem aus Ägypten, Bosnien, Kroatien, Istanbul, Kosovo, Oman, Russland, Slowenien, Usbekistan, Saudi-Arabien, den Arabischen Emiraten, Indien, Indonesien, Iran, Irak, Kuwait, Malaysia, Marokko und Pakistan haben die Einladung des Papst Benedikt XVI. zum Dialog mit einem offenen Brief an den Vatikan aufgenommen. Darin wiesen sie auf die besondere Verantwortung von Christen und Muslimen, die zusammen 55 Prozent der Weltbevölkerung ausmachten, für den Weltfrieden hin.

23.10.2006 Nachrichten>Verband
Muslimische Verbände beglückwünschen die Muslime
Gemeinsame Grußbotschaft der muslimischen Dachverbände zum Ramadanfest

Die muslimischen Spitzen- und Dachverbände in Deutschland beglückwünschen die Muslime und sprechen ihnen ihre besten Wünsche für ein gesegnetes Ramadanfest aus. Möge Allah der Allerbarmer und Barmherzige unsere Gebete und unser Fasten annehmen und uns im Diesseits und im Jenseits zu den Zufriedenen machen. Die muslimischen Spitzen- und Dachverbände nutzen die Gelegenheit, zu diesem freudigen Anlass des Ramadanfests mitteilen zu können, dass sie eine gemeinsame Aktionsplattform ins Leben gerufen haben, welche die Zusammenarbeit und Kooperation aller muslimischen Spitzen- und Dachverbände weiter intensivieren soll.

22.10.2006 Nachrichten>Deutschland
CSU-Politiker rufen zum Boykott von British Airways auf
Die Fluggesellschaft British Airways verbietet ihren Angestellten religiöse Symbole offen zu tragen

CSU-Politiker forderten von Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, er solle für Abgeordnete keine Flüge mehr bei „British Airways“ (BA) buchen, weil die Fluggesellschaft ihren Mitarbeitern das Tragen christlicher Symbole untersagt habe. Der CSU-Abgeordnete Johannes Singhammer schrieb in einem Brief an Lammert, das Vorgehen der Fluggesellschaft sei „diskriminierend gegenüber den christlichen Grundüberzeugungen“.

20.10.2006 Freitagspredigt
Hutba - Zum Abschied des Monats Ramadan

Verehrte Muslime,

wir nähern uns langsam dem Ende des gesegneten Monats Ramadan, der ein Monat des Fastens und des Korans ist. Er hat uns in vielerlei Hinsicht Gutes und Allahs Segen gebracht. Seinen Höhepunkt erlebten wir gestern in der Qadr-Nacht. Wir hoffen natürlich, dass Allah unser Fasten und unsere Gebete und die unserer Geschwister auf der ganzen Welt, die von Allah um Frieden und das Ende ihrer Trauer und Tränen gebetet haben, angenommen hat. Wir glauben daran, dass das Fasten, die Gebete und unsere Spenden sich bei Allah zu hohen Belohnungen und Anerkennungen gewandelt haben.

19.10.2006 Nachrichten>International
Raketenangriff auf eine Moschee in Bosnien
In der bosnischen Stadt Mostar wurde unmittelbar frühmorgens vor dem Sahur-Essen eine Moschee von einer Rakete angegriffen

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Associated Press zufolge wurde zwar niemand bei dem Angriff verletzt, die Moschee litt aber gravierenden materiellen Schaden. „Die Moschee ist stark beschädigt. Der Raketenangriff zerstörte den Haupteingang der Moschee größtenteils, die vorderen und hinteren Fenster sind gebrochen, die vordere Kuppel und die Hinterfront sind vollständig zerstört“, so der Imam Salim Dedovic.

19.10.2006 Nachrichten>Deutschland
Rechte Gewalt nimmt zu
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der rechten Straftaten um 20 Prozent zugenommen

Die Zahl rechtsextremer Straftaten in Deutschland hat nach Angaben des Bundesinnenministeriums drastisch zugenommen. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, habe das Bundeskriminalamt von Januar bis Ende August fast 8 000 rechte Straftaten registriert. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damals seien es 6605 gewesen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Antworten des Bundesinnenministeriums auf monatliche Anfragen der Linksfraktion zu rechtsextremistischer Kriminalität in der Bundesrepublik.

18.10.2006 Nachrichten>International
Britischer Generalstabschef fordert baldigen Rückzug britischer Truppen aus dem Irak
Der britische Heeres- und Generalstabschef Richard Dannat: „Die britischen Truppen müssen bald aus dem Irak zurückgezogen werden, sonst drohen katastrophale Konsequenzen für den Irak und für die britische Gesellschaft“

In einem Interview mit der Daily Mail erklärte Dannat: „Unsere Anwesenheit im Irak verschlimmert die Sicherheitsprobleme nur. Das Vorhaben, eine Demokratie im Irak zu errichten, ist naiv und nicht zu erreichen. Der Einsatz verschlimmert nicht nur die Probleme im Irak. Ich will nicht sagen, dass die Probleme, die wir in der ganzen Welt erfahren, durch unsere Anwesenheit im Irak ausgelöst werden, aber zweifelsfrei werden sie durch unsere Präsenz verschärft. Ausländer sind im Irak willkommen, wenn sie eingeladen sind. Aber wir wurden nicht eingeladen. 2003 haben wir denen doch die Tür eingetreten.“

18.10.2006 Nachrichten>International
Die neuen Träger des Nobelpreises 2006 stehen fest
Der Literaturnobelpreis 2006 geht an Orhan Pamuk und den Friedensnobelpreis teilen sich Muhammad Junus aus Bangladesch und die von ihm gegründete Grameen-Bank

Somit ist Orhan Pamuk der erste türkische Autor, der jemals diesen Nobelpreis bekommen hat. Der türkische Autor Orhan Pamuk werde mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet, weil er „auf der Suche nach der melancholischen Seele seiner Heimatstadt neue Sinnbilder für Streit und Verflechtung der Kulturen gefunden hat“, heißt es in der Begründung des schwedischen Nobelpreiskomitees. Die Akademie gab außerdem bekannt, dass Pamuk diesen Preis mit seinem dritten Roman Die weiße Festung errungen hat.

17.10.2006 Nachrichten>Deutschland
Islamrat und IGMG kritisieren Appell an muslimische Frauen, das Kopftuch abzulegen
IGMG Vorsitzender Karahan: Anstatt sich mit den Tüchern auf den Köpfen von muslimischen Frauen zu beschäftigen, sollten sich diejenigen, die dazu aufrufen, um die Bretter vor ihren eigenen Köpfen kümmern

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland und die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) kritisierten den Appell Deutsch-Türkischer Politiker an muslimische Frauen, als Zeichen ihrer Integrationsbereitschaft das Kopftuch abzulegen. Dies sei „ ein Versuch der Bevormundung der muslimischen Frauen “, sagte der Ratsvorsitzende Ali Kizilkaya. Der Islam könne nicht über Assimilation integriert werden. Integration bedeute vielmehr, „dass man auch die Identität bewahren darf und soll“, so Kizilkaya.

17.10.2006 Nachrichten>Deutschland
Laienrichterin darf Kopftuch tragen

Das Landgericht Bielefeld hat entschieden, dass eine Schöffin während der Vereidigung und in der Hauptverhandlung eines Strafverfahrens ein Kopftuch tragen darf (Az. 3221 b E H 68). Sie dürfe deshalb nicht von der Liste der ehrenamtlichen Richter gestrichen werden, weil es keine Kleiderordnung für Schöffen an deutschen Gerichten gebe. Auch dürfe eine ausgewählte Laienrichterin nicht wegen des ganzen Rummels um ihren Kopftuch selbst zurücktreten. „Eine Berufung zum Schöffen kann nämlich nur in wenigen begründeten Fällen zurückgewiesen werden”, hieß es.

17.10.2006 Nachrichten>International
US-Agenten führen 14 Jahre altes Mädchen wegen Bush-Kritik ab
Ein 14 Jahre altes Mädchen wurde vom US-Geheimdienst abgeführt und verhört, weil sie Kritik an US-Präsident George W. Bush geübt hat

Laut einem Bericht der Zeitung „Sacramento Bee“ haben US-Geheimagenten ein 14 Jahre altes Mädchen mitten im Unterricht abgeführt und verhört, weil sie auf einer Internetseite US-Präsident George W. Bush kritisiert hat. Julia Wilson habe ein Bild auf der Chat-Seite MySpace veröffentlicht, in dem der US-Präsident mit einem Messer in der Hand zu sehen war. Darunter stünde „Kill Bush“ („Tötet Bush“).

Wilson sagte: „Ich habe ihnen gesagt, dass ich einfach nicht mit Bushs Politik einverstanden bin“. Sie habe dem Pärsidenten nichts antun wollen. „Ich bin sehr friedlich. Ich kann nur Bush einfach nicht leiden“, sagte sie. Der Vater des Mädchens kritisierte die Vorgehensweise der Behörden.

17.10.2006 Nachrichten>International
Muslime in den Medien: Ihr Image und ihre Darstellung
Muslimische und Nicht-Muslimische Vertreter verschiedener Organisationen trafen sich in Belgien und diskutierten über die mediale Darstellung von Muslimen

Die vom British Counsil in Belgien, dem European Policy Centre (EPC) und der FEMYSO (Forum of European Muslim Youth and Student Organizations) organisierte und im Britisch Counsil abgehaltene Tagung thematisierte verschiedene Belange rund um Muslime und Medien. Die Teilnehmer setzten sich vornehmlich aus Journalisten und muslimischen Funktionären aus verschiedenen Organisationen und Ländern zusammen.

15.10.2006 Nachrichten>Deutschland
NRW-Integrationsbeauftragter fordert Deutschpflicht in Moscheen
NRW - Integrationsbeauftragter will Deutschpflicht notfalls mit dem Ausländerrecht durchsetzen

Der Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Thomas Kufen (CDU), fordert, dass in den Moscheen in Nordrhein-Westfalen nur noch auf Deutsch gepredigt wird. „Es ist an der Zeit, dass auch die muslimischen Gemeinden ihre Integrationsbereitschaft stärker deutlich machen. Zum deutschen Islam gehört, dass auch die Predigten in den Moschee-Gemeinden künftig in deutscher Sprache gehalten werden. Dies ist die Voraussetzung für die nötige Transparenz: Das Vertrauen in die Muslime ist seit dem 11. September kontinuierlich gesunken“, sagte Kufen der „Rheinischen Post“. Mit der Etablierung eines deutschen Islam wolle er verhindern, dass in den Hinterhofmoscheen Politik betrieben wird. „Ein deutscher Islam und Hass-Predigten sind unvereinbar“, sagte Kufen.

13.10.2006 Freitagspredigt
Hutba- Die Qadr-Nacht

Verehrte Geschwister,

wir befinden uns in dem Monat, in dem die „Nacht der Bestimmung“ verborgen ist. Wir nähern uns der Nacht, von der uns der Koran berichtet und die im Islam als die gesegnetste und heiligste Nacht gilt. Am kommenden Donnerstag auf den Freitag den 19. auf den 20. Oktober werden wir zusammen diese Nacht begehen. Ich wünsche jetzt schon, dass sie der islamischen Gemeinschaft Frieden und Segen bringen wird.

13.10.2006 Nachrichten>International
655.000 Tote seit Beginn des Irak-Krieges
UN-Hilfskoordinator Egeland: „Im Irak werden jeden Tag mindestens 100 Menschen getötet und mindestens 1000 Menschen vertrieben“

Laut einer neuen regierungsunabhängigen Studie irakischer und amerikanischer Ärzte, die vom britischen Medizin-Journal „The Lancet“ veröffentlich wurde, wurden im Irak seit Beginn des Krieges im Jahr 2003 655.000 Menschen getötet. Die häufigste Todesursache dabei seien Schussverletzungen gewesen. Der US-Forscher Gilbert Burnham bezeichnete den Irak-Krieg als „tödlichsten internationalen Konflikt des 21. Jahrhunderts“. Für die Studie wurden 1.849 Haushalte mit knapp 13.000 Menschen an 47 zufällig ausgewählten Orten im Irak befragt. Die Umfrage ergab, dass zwischen Januar 2002 und Juni 2006 87 Prozent der 629 Registrierten nach Kriegsausbruch ums Leben gekommen waren. Demnach habe sich die jährliche Sterberate seit Beginn der US-Invasion verdoppelt.


Das Fasten

Das Fasten ist ein Gottesdienst, das für das Wohlwollen Allahs verrichtet wird. Das heißt, dass man vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang sich von Essen, Trinken und Geschlechtsverkehr fernhält. Der Vers im Koran, der das Fasten für uns Muslime vorschreibt, lautet: „ O ihr, die ihr glaubt! Euch ist das Fasten vorgeschrieben, wie es den Menschen vor euch vorgeschrieben war; vielleicht werdet ihr gottesfürchtig. “ (Sura al-Baqara, 183). Ein Hadis hierzu: „Wer das Fasten im Ramadan gläubig und nur für Allah vollzieht, dem werden seine vergangenen Sünden getilgt.“ (Sahih-i Buhari)

11.10.2006 Nachrichten>Verband
Beust nimmt am Iftar-Essen teil und signalisiert Bereitschaft zum Staatsvertrag mit Muslimen

Am 4. Oktober hat das „Bündnis der Islamischen Gemeinden in Norddeutschland e.V“ (BIG) in der Hamburger Centrums-Moschee ein Iftar-Essen (traditionelles Fastenbrechen) organisiert. An dem Essen nahmen zahlreiche prominente Gäste teil, unter ihnen auch der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust, Islamratsvorsitzender Ali Kizilkaya, IGMG-Generalsekretär Oguz Ücüncü, der Generalkonsul der USA Butcher Duane, Ibrahim Al-Zayat von der Islamischen Religionsgemeinschaft (IR) sowie mehrere SPD- und CDU-Politiker. Der Vorsitzende des BIG, Ramazan Ucar, hielt eine Rede und erklärte darin, dass der Ramadan für die Muslime auch eine Zeit der Nachbarschaft und des Friedens sei und dass die Muslime in Deutschland es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben ansahen, den gesellschaftlichen Frieden zu unterstützen. Ucar rief zur gegenseitigen Toleranz und Respekt auf. Dies funktioniere jedoch nur über Begegnung, Dialog, Austausch und die Bereitschaft einander zuzuhören, sagte er.

10.10.2006 Nachrichten>International
Erneut beleidigende Propheten-Karikaturen in Dänemark
Die Jugendorganisation der Dänischen Volkspartei (DVP) hat einen Wettbewerb dazu veranstaltet, wer den Propheten Muhammed (saw) in der erniedrigendsten Weise zeichnen kann

Ein heimlich gedrehtes Video, das letzte Woche im dänischen Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, führte zu neuen Protesten in der islamischen Welt. Das Video zeigt ein Wettbewerb der Jugendorganisation der Dänischen Volkspartei (DVP), bei dem es darum geht, wer den Propheten Muhammed (saw) in der erniedrigendsten Weise zeichnen kann.

09.10.2006 Nachrichten>Deutschland
Hamburg plant Staatsvertrag mit Muslimen
Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust ist bereit, Verhandlungen über einen Staatsvertrag mit Muslimen aufzunehmen

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust steht Verhandlungen über einen Staatsvertrag mit Muslimen positiv gegenüber. Er sei zu Gesprächen jederzeit bereit. „Es muss nur gewährleistet werden, dass sie für die meisten ihrer Brüder und Schwestern sprechen und damit das abdecken, was die christlichen Kirchen für sich in Anspruch nehmen“, sagte von Beust bei seinem Besuch in der Hamburger Centrums-Moschee. Damit wäre Hamburg das erste Bundesland, das mit Muslimen über einen Staatsvertrag verhandelt. Bisher haben die Länder nur mit der evangelischen und katholischen Kirche sowie mit jüdischen Gemeinden Staatsverträge abgeschlossen.

08.10.2006 Nachrichten>Kommentare
Milli Görüs und Integration
Ein Kommentar von Oguz Ücüncü

Die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs ist, wenn es um die Thematik „organisierter Islam“ in Deutschland geht, wie auch aus den Diskussionen um die erste deutsche Islamkonferenz Ende September diesen Jahres deutlich wird, die wohl umstrittenste Organisation. Und so klaffen die Bewertungen über den Verband auch weit auseinander. Sind wir für viele Muslime in Deutschland eine unabhängige islamische Religionsgemeinschaft, die sich mit einer weit gefächerten Infrastruktur, im übrigen sehr erfolgreich, der umfassenden Religionsverwirklichung ihrer Mitglieder widmet, gelten wir für die Vertreter des Verfassungsschutzes in Bund und Ländern als „Rattenfänger“, bei denen die religiöse Dienstleistung letztlich nur als Fassade für eine versteckte „islamistische“ Agenda fungiert. Das kann man aber im Angesicht der Vielfalt der angebotenen Aktivitäten nicht unkommentiert lassen.

06.10.2006 Freitagspredigt
Hutba- Das muslimische Bewusstsein und unsere Gottesdienste

Verehrte Muslime,
unser Schöpfer, der das Universum in einem System auf eine vollkommene Art und Weise regelt, hat keines seiner Geschöpfe und Lebewesen ohne Sinn und Zweck erschaffen. Auch der Mensch, der in seiner Schöpfung tadellos ist, wie es im Koran beschrieben wird, hat einen Daseinsgrund. Unser Herr sagt im Koran „Und die Dschin und die Menschen habe Ich nur dazu erschaffen, dass sie Mir dienen.“ (Zariyat 56) Allah teala weist uns in diesem Vers sowohl auf unseren Schöpfungsgrund hin, als auch auf den Zweck der Schöpfung, der in den Gottesdiensten liegt.

06.10.2006 Nachrichten>International
Generalsekretär der OIC begrüßt Unterzeichnung des Abkommens für eine Nuklear-Waffen freie Zone
Der Generalsekretär der OIC Ekmeleddin Ihsanoglu teilte seine Zufriedenheit über das Abkommen einer Nuklear-Waffen freien Zone in Zentralasien zwischen fünf Staaten mit

Das Abkommen über eine Nuklear-Waffen freien Zone in Zentralasien wurde von den Außenministern der fünf zentralasiatischen Länder: Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan, die alle Mitgliedländer der OIC sind, in Kasachstan in der Stadt Semipalatinsk unterzeichnet.

05.10.2006 Nachrichten>Deutschland
Kein Kopftuch-Verbot an Schleswig-Holsteins Schulen
Religiöse Symbole sind an Schleswig-Holsteins Schulen weiterhin zugelassen

Ein generelles Kopftuch-Verbot für muslimische Lehrerinnen wird es an Schleswig-Holsteins Schulen nicht geben. Darauf einigten sich die Spitzenvertreter von CDU und SPD, teilte das Bildungsministerium in Kiel mit. Die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche und das katholische Erzbistum Hamburg begrüßten, dass das geplante Verbot religiöser Symbole nicht in das neue Schulgesetz aufgenommen wird. Damit sind auch christliche Symbole in Schulen weiterhin zugelassen.

04.10.2006 Nachrichten>Deutschland
SPD kritisiert CDU-Generalsekretär Pofalla wegen Islam-Äußerungen
SPD-Generalsekretär: „Die meisten in Deutschland lebenden Muslime sind friedlich“

Die jüngsten islam-kritischen Äußerungen des CDU-Generalsekretärs Ronald Pofalla, der Islam sei der Hauptverursacher religiös motivierter Gewalt, sind bei den Muslimen in Deutschland sowie SPD-Politikern auf heftige Kritik gestoßen. Der CDU-Politiker schrieb in einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“: „Das Problem religiös motivierter Gewalt ist heute fast ausschließlich ein Problem des Islam.“

03.10.2006 Nachrichten>International
Ramadan in Gaza
Die Menschen in Gaza erleben den härtesten Ramadan seit Jahren

Im Jabaliya Camp verteilt die UN Lebensmittel an Bedürftige. Ahmad Hassan Maqdad steht an der Schlange und erzählt, dass der Ramadan eigentlich ein heiliger Monat ist, für sie jedoch ein trauriger dieses Jahr sein wird. Ummu Emad, Mutter von sechs Kindern, sagt nur eines: „In diesen Tagen möchte ich nur noch weinen.“ Seitdem Palästina von der Hamas regiert wird, ist in West Bank und in Gaza seit März die Armut von 50% auf 65% gestiegen. Nach einer Studie verdienen 38% des palästinensischen Volkes unter 300 Dollar im Monat. Somit leben sie unter Umständen, die nah an der Armutsgrenze sind.

03.10.2006 Nachrichten>International
Angriffe auf Moscheen in Russland und Australien
In Russland übten Täter einen Molotow-Cocktail-Anschlag und in Australien einen Waffenanschlag auf Moscheen aus

In Moskau nimmt die Ausländerfeindlichkeit immer mehr zu. In der Stadt Yaroslavl übten eine Gruppe von Straftätern einen Molotow-Cocktail-Anschlag auf eine Moschee aus. Dieser Anschlag soll der zweite innerhalb von fünf Tagen gewesen sein. Der vom Molotow-Cocktail ausgelöste kleine Brand wurde von Moscheefunktionären gelöscht. Die Täter schmierten die Wände mit Gamma-Kreuzen voll und schrien Parolen.

03.10.2006 Nachrichten>International
Fluggast als Terrorist diskriminiert, weil er wie ein Muslim aussah
Ein Fluggast der Air-Berlin wurde von anderen Passagieren als Terrorist diskriminiert, weil er wie ein Muslim aussah

Der 35-jährige spanische Juraprofessor Pablo Gutiérrez Vega sorgte bei einem Flug der Air-Berlin von Sevilla nach Dortmund im August für Aufregung bei den deutschen Passagieren, nur weil er schwarze Haare hatte und einen Vollbart trug. Gutiérrez sagte, dass bei einem Zwischenstopp in Palma de Mallorca drei Fluggäste sein Handgepäck durchsuchen wollten. Zudem hätten sie ihn aufgefordert, auszusteigen. „Ich fühlte mich gedemütigt“, sagte er.

02.10.2006 Nachrichten>International
Irak-Krieg fördert den Terrorismus
Nach Einschätzung der US-Geheimdienste fördert der Irak-Krieg den Terrorismus

Laut einem Bericht der „New York Times“ hat der Irak-Krieg nach Einschätzung der US-Geheimdienste den Internationalen Terrorismus gestärkt. Der Irak-Krieg habe zur Radikalisierung vieler Gruppen geführt, wodurch auch die Gefahr der Terroranschläge gestiegen sei. Die New York Times beruft sich dabei auf einen Geheimdienstbericht, der die Entwicklung der globalen Terrorgefahr seit Beginn des Irak-Kriegs im Jahr 2003 bewertet. Darin heiße es, die El-Kaida sei „als einzelne Terrororganisation nach wie vor die größte Bedrohung für die USA im Inland und ihre Interessen im Ausland“. Außerdem werde vor einer wachsenden globalen „Dschihad-Bewegung“ und vor einer Zunahme weltweiter Anschläge gewarnt.

Tag der offenen Moschee

Am 3. Oktober ist Tag der offenen Moschee in ganz Deutschland. Auch in Bremen öffnen die teilnehmenden Moscheen ihre Türen mit Führungsangeboten und Gesprächskreisen. Nutzen Sie die Gelegenheit, die Moschee in Ihrer Nähe oder die größte Norddeutschlands, die Fatih-Moschee, von innen zu sehen und die Muslime näher kennen zu lernen.

Als Besonderheit in diesem Jahr ist zu erwähnen, dass der 3. Oktober sich im islamischen Monat Ramadan befinden, in dem Muslime Fasten, d.h. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich nehmen. Somit bietet sich die Gelegenheit, die Fastenzeit hautnah zu erleben.

Hier finden Sie unsere Broschüre als PDF-Download mit den programmanbietenden Mitgliedsmoscheen der IFB. (568 KB)