28.09.2005 | Nachrichten>International
Französischer Innenminister will Sicherheitsgesetze verschärfen
Sarkozy warnte vor terroristischen Anschlägen und forderte die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen

Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy nutzt die Angst vor „terroristischen Bedrohung auf hohem Niveau“ um den französischen Überwachungsapparat auszubauen. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag soll im Oktober dem Kabinett vorgelegt werden.

Das neue Gesetz soll unter anderem eine ausgeweitete Überwachung an öffentlichen Orten mit Videokameras erlauben. Darüber hinaus sollen Internetdaten, Telefon- und Handygespräche überwacht werden. Auch sollen Bahn- und Fluggesellschaften auf Forderung den Sicherheitsdiensten Reisedaten verdächtiger Personen bereitstellen, erklärte der Innenminister.

Sarkozy forderte zudem die Überwachung von Reisen in so genannte „Risikoländer“. „Wir wollen wissen, wer wann wo wegfährt, für wie lange und wann er zurückkommt“, sagte er.

Mit dem neuen Gesetz soll auch die Dauer einer vorläufigen Festnahme von vier auf sechs Tage verlängert werden.

Nach Angaben des Innenministers seien seit Oktober 2003 34 vermeintliche „Hassprediger“ aus Paris ausgewiesen worden und zehn weitere seien kurz davor.

„Jeder, der Reden gegen die Werte der Republik hält, wird rausgeworfen“, sagte Sarkozy. (hv)

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