20.09.2005 | Nachrichten>International
UN verlangen von reichen Ländern mehr Hilfe für die Armutsbekämpfung
UN: Wenn Reiche Länder ihre Entwicklungshilfe nicht korrigieren, werden sie ihre Ziele in der Armutsbekämpfung weit verfehlen

Eine Woche vor Beginn des Millenniumsgipfels in New York hat die UN-Agentur UNDP einen Bericht über die menschliche Entwicklung 2005 vorgestellt. Die Ergebnisse des Berichts zeigten, dass die Weltgemeinschaft ihre Politik gegenüber den armen Ländern deutlich korrigieren müsste, um die so genannten Millenniumsziele zu erreichen, wonach die Zahl der Armen weltweit bis zum Jahr 2015 halbiert werden sollen. Anderenfalls werde sie ihre Ziele in der Armutsbekämpfung weit verfehlen, hieß es im Bericht.

Um die Armut in der Welt besser zu bekämpfen, müsse das Handelssystem gerechter gestaltet werden, forderten UN-Experten und beklagten, dass entwickelte Länder für die Subventionierung der Überproduktion eine Milliarde Dollar pro Tag ausgeben, während arme Länder nur eine Milliarde Dollar Landwirtschaftshilfe im Jahr bekämen.

Zudem beklagten die UN, dass reiche Länder ihre Entwicklungshilfe oft noch immer an Käufe eigener Produkte binden würden. Dadurch würden für die armen Länder Kosten in Höhe von fünf bis sieben Milliarden Dollar entstehen.

Die Beschlüsse der reichen Länder beim jüngsten G-8-Gipfel, die Hilfen für arme Staaten zu verdoppeln, wurden im Bericht positiv bewertet. Um die Millenniumsziele zu erreichen, müsse jedoch mehr und besser geholfen werden, hieß es im Bericht. (hv)


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