08.09.2006 Nachrichten>Deutschland
Muslimische Lehrerinnen wehren sich gegen das Kopftuchverbot
Muslimischen Lehrerinnen in NRW, die das Kopftuch nicht ablegen wollen, drohen ein Disziplinarverfahren und die Suspendierung vom Dienst

Seit dem 1. August gilt an öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen ein Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen. Nach Angaben des Schulministeriums weigerten sich fünf bis sechs Lehrerinnen, dass Kopftuch abzulegen. Die 14-tägige Übergangsfrist sei bereits abgelaufen. Nun drohe den Lehrerinnen ein Disziplinarverfahren. Im letzten Schuljahr trugen etwa 20 von 118.000 Lehrerinnen an staatlichen Schulen in NRW ein Kopftuch, teilte ein Sprecher des Schulministeriums mit.

 

Das Gesetz zum Kopftuchverbot hat Nordrhein-Westfalen im Mai erlassen. Das Wort Kopftuch kommt aber darin nicht vor. Verboten werden politische, religiöse oder weltanschauliche Bekundungen, die den Schulfrieden gefährden könnten. (hv)


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