15.09.2006 Nachrichten>International
Türkischer Ministerpräsident kritisiert deutsche Einbürgerungstests
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat in einem Gespräch mit Maria Böhmer (CDU) die Einbürgerungstests kritisiert und eine wachsende Ausländerfeindlichkeit in Europa beklagt

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat sich bei einem Treffen mit der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), in Ankara über die Einbürgerungstests für Ausländer in Deutschland beschwert. Diese Tests seien „beunruhigend“, sagte Erdogan. Für eine erfolgreiche Integration müssten aber die Schranken für eine Beteiligung der Menschen am sozialen, wirtschaftlichen und politischen Leben aufgehoben werden.

Wie der türkische Nachrichtensender NTV berichtete, habe Erdogan bei seinem Gespräch mit Böhmer die Probleme der Türken in Deutschland, wie zum Beispiel Schwierigkeiten bei der Schulausbildung in türkischer Sprache und Probleme auf dem Arbeitsmarkt, angesprochen und zudem eine wachsende Ausländerfeindlichkeit in Europa beklagt, die sich negativ auf die Türken in Deutschland auswirke. Gleichzeitig sagte der Ministerpräsident seine Unterstützung für die Integration der in Deutschland lebenden Türken zu. (hv)


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