19.09.2006 Nachrichten>Deutschland
Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlicht Studie über Kopftuchträgerinnen
Konrad-Adenauer-Stiftung: „Fast alle der befragten Frauen gaben an, das Kopftuch aus religiöser Überzeugung zu tragen“

Die Ergebnisse einer neuen Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung über türkischstämmige Kopftuchträgerinnen in Deutschland zeigen, dass, ganz im Gegenteil zu den Behauptungen der Kopftuchkritiker, sie das Kopftuch aus religiöser Überzeugung tragen. Der stellvertretende Generalsekretär der Konrad-Adenauer-Stiftung, Christoph Kannengießer, erklärte, dass für die Studie insgesamt 315 türkischstämmige Kopftuchträgerinnen befragt wurden.

Dies sei zwar eine geringe Anzahl, trotzdem glaubt Kannengießer aber, dass die Studie „eine Aussagekraft hat, die über den Kreis der Befragten hinaus geht“. „Es gibt überraschende Ergebnisse, etwa die großen Übereinstimmungen zwischen den türkischstämmigen Kopftuchträgerinnen und deutschen christlichen Frauen hinsichtlich ihrer Einstellung zu Themen wie Partnerschaft und Familie“, sagte Kannengießer. So sei es für viele der befragten Türkinnen, wie auch für viele deutsche Frauen, wichtig, eine gute Partnerschaft zu führen, frei und unabhängig zu sein sowie finanzielle Sicherheit zu haben.


Andererseits hätten die meisten der Befragten angegeben, sich der Türkei stärker verbunden zu fühlen als Deutschland, obwohl viele von ihnen in Deutschland geboren seien. Sie fühlten sich in Deutschland benachteiligt. „Es gibt das Gefühl der subjektiven Benachteiligung“, so Kannengießer. (hv)


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