21.09.2006 Nachrichten>Deutschland
Niedersächsischer Landesbischof: „Junge Muslime sollen eine „kritische
Distanz“ zu ihrem Glauben bekommen“
Der niedersächsische Landesbischof Friedrich
Weber will, dass junge Muslime ihre Religion nicht in Moscheen, sondern an deutschen
Schulen lernen, damit sie eine „kritische Distanz“ zum Islam bekommen
Der niedersächsische Landesbischof Friedrich Weber will, dass an weiteren Schulen in Niedersachsen islamischer Religionsunterricht erteilt wird, damit junge Muslime eine „kritische Distanz“ zum Islam bekommen. Das sagte er bei einer Diskussionsrunde mit Berufsschülern. Bisher wird islamischer Religionsunterricht in Niedersachsen nur an 19 Schulen angeboten. Junge Muslime sollten nach Meinung des Bischofs ihre Religion nicht in Moscheen, sondern an deutschen Schulen von Religionspädagogen lernen. Dies sei sehr wichtig für die Integration, meinte er.
Weber sagte weiterhin, dass die Integration der türkischstämmigen
Muslime in Deutschland gescheitert sei. Der Grund dafür sei, dass einerseits
die Deutschen nicht gelernt hätten, „das Fremde zu akzeptieren“
und andererseits die Einwanderer der ersten Generation lieber unter sich blieben.
„Es ist uns nicht gelungen, sie von der Getto-Bildung abzuhalten“,
sagte Weber. (hv)
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