28.09.2006 Nachrichten>International
Ramadan-Film hebt Vorurteile gegenüber Muslime auf
Der amerikanisch-muslimische Filmemacher Naim
Randhawa möchte mit seinem Film “American Ramadan” eine Brücke
zwischen Amerikanern und Muslimen bauen und Vorurteile beseitigen
Der
gebürtige Pakistaner Randhawa wuchs in Kanada auf und lebt seit acht Jahren
in den USA. Der Film “American Ramadan” behandelt den gesegneten
Monat Ramadan und ist einer Dokumentation gleich. Der Produzent beklagt sich
wie viele Muslime in den USA auch über die bestehenden Vorurteile gegenüber
den Islam und die Muslime und wie der Islam in den Medien präsentiert wird.
Im Film habe er insbesondere die islamische Tradition und die Ähnlichkeit
des Islams mit anderen Glaubensrichtungen in den Vordergrund gestellt.
Das Fasten im Ramadan stellte für den Filmemacher ein ideales Thema dar: „Um Brücken bauen zu können und Gemeinsamkeiten zwischen Christen, Juden und Muslimen hervorzuheben, habe ich eine geeignete Plattform gesucht. Ich habe festgestellt, dass fast alle Glaubensrichtungen unterschiedlich das Fasten verrichten. Deshalb hielt ich es für eine gute Idee, unterschiedliche Menschen zusammen zu bringen und über Gemeinsamkeiten zu reden.“
Der Film behandelt das Leben fünf verschiedener islamischer Familien in den USA. Damit soll gezeigt werden, dass viele Amerikaner und Muslime in den USA die selben Wertvorstellungen haben. „Wir sind auf die Straße gegangen und haben uns fünf unterschiedliche Familien ausgesucht. Im Film gibt es einen Studenten, der Uni, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen versucht, ein verheiratetes Paar aus Kalifornien, ein geschiedener allein erziehender Vater, eine Frau, deren Mann im Gefängnis ist“, beschreibt der Produzent.
Außerdem beinhaltet der Film Interviews mit Geistlichen unterschiedlichen Glaubens, die den Nutzen und den Segen des Fastens zum Thema haben. Ein Rabbiner spricht über das Fasten für den Jom Kippur, ein christlicher Doktor über das Fasten vor Ostern und ein Imam über das Fasten im Ramadan.
„Nachdem der Film auf die Leinwand kam, gab es seitens der Muslime und der Nicht-Muslime positive Resonanz. Ich machte Bekanntschaft mit einer Nicht-Muslima, deren Ansicht über den Islam bevor sie den Film sah, auf Vorurteile gestützt war. Sie dachte, dass der Gebetsruf im Islam zum Krieg aufruft. Als sie während des Films erfuhr, dass er zum Gebet aufruft, soll sie sich sehr gewundert haben“, sagte Randhawa.
Der Film „American Ramadan“ wurde auf verschiedenen
Film-Festivals und auf einigen privaten Vorstellungen in Nordamerika vorgeführt.
Der Produzent plant derzeit den Film auch in Europa und in Nahost vorzustellen.
(sa)