05.09.2007 Nachrichten>Deutschland
„Moscheen dürfen Erscheinungsbild deutscher Städte nicht prägen“
Der noch amtierende bayerische Ministerpräsident
Edmund Stoiber warnt vor einer „kulturellen Selbstaufgabe“ vor dem
Islam
Beim
Festakt „60 Jahre Junge Union“ in Berlin rief Stoiber dazu auf,
die christlichen Werte stärker zum Ausdruck zu bringen und das konservative
Profil der Union zu stärken. Dies bedeute unter anderem die Forderung nach
einem „klaren Gottesbezug“ im neuen europäischen Grundlagenvertrag
und ein klares „Nein“ zum EU-Beitritt der Türkei. „Die
Türkei ist nicht Europa - weder geographisch noch geistig-kulturell.“
Stoiber äußerte ferner seine Sorge, dass künftig Moscheen das Erscheinungsbild deutscher Städte prägen würden und warnte vor einer „kulturellen Selbstaufgabe“ vor dem Islam. Er sei insbesondere über den Bau repräsentativer Moscheen besorgt. „Wenn aber die Moscheen in unseren Städten größer werden sollen als unsere Dome und Kathedralen, dann müssen wir den muslimischen Mitbürgern sagen: Nein, das geht zu weit.“ Er sei aber dennoch der Meinung, dass Religionsfreiheit auch weiterhin ein Grundrecht ist.
Stoibers designierter Nachfolger Beckstein machte in seiner Ansprache deutlich, dass die CSU in Zukunft nicht nur eine Partei der Mitte, sondern auch eine Partei für die Wähler der demokratischen Rechten sein werde. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla betonte daneben die Bedeutung einer deutschen Leitkultur. (sa)