26.09.2007 Nachrichten>International
„Krieg gegen die Islamische Welt“ durch die Medien
Auch seriöse Publikation mit hohem journalistischem
Standard dienen oft der psychologischen Kriegsführung – ein Beispiel:
„The Times“
Die
Tageszeitung „Junge Welt“ berichtete am Dienstag, dass die renommierteste
Tageszeitung Großbritanniens, The Times, erheblich an Zuverlässigkeit
eingebüßt habe und ihr journalistisches Niveau „eine rasante
Talfahrt durchgemacht“ hat. Der Autor Knut Mellenthin begründet seine
Feststellung damit, dass „The Times“ ein Medienimperium ganz im
Dienste der politischen Propaganda sei. „In deren Zentrum steht spätestens
seit dem 11. September 2001 der Krieg gegen die islamische Welt.“
Mellenthin führt als Argument einzelne Berichterstattungen auf, die vielmehr der psychologischen Kriegsführung dienen, als der Informierung ihrer Leser. So habe die Sunday Times etwa kürzlich berichtet, dass das Pentagon bereits im Juni eine streng geheime Planungsgruppe für einen Luftkrieg gegen den Iran gebildet hat. Die Herkunft der Nachricht sei ein „geheimer Informant“ aus dem Verteidigungsministerium.
Geheime Informanten waren vor und während des Irak-Krieges eine gängige Informationsquelle. Spätestens nach dem Platzen der Kriegslügen im Irak liegen die Motive solcher Berichterstattungen jedoch auf der Hand. (sa)